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Padel oder Tennis: der Unterschied, ehrlich erklärt
Beides mit Schläger und Filzball, und trotzdem zwei verschiedene Sportarten. Was sich wirklich unterscheidet.

Padel wird im Deutschen oft Padel Tennis genannt, und das sorgt regelmäßig für Missverständnisse. Die beiden Sportarten sind verwandt, aber sie sind nicht dasselbe, und wer mit Tenniserwartungen auf einen Padelplatz geht, wird in den ersten Minuten überrascht.
Der wichtigste Unterschied lässt sich in einem Satz sagen: beim Tennis ist der Ball aus, wenn er hinten ankommt. Beim Padel fängt es da erst richtig an.
Die Wände ändern alles
Ein Padelplatz ist von Glas und Gitter umschlossen. Der Ball bleibt im Spiel, wenn er nach dem Bodenkontakt gegen die Wand geht, und darf von dort weitergespielt werden. Dadurch entstehen Ballwechsel, die im Tennis längst vorbei wären.
Für Tennisspieler ist das der ungewohnteste Teil. Der Reflex sagt, dass ein Ball hinter dir verloren ist. Auf dem Padelplatz drehst du dich stattdessen weg, wartest, bis er von der Scheibe zurückkommt, und spielst ihn in Ruhe. Das dauert ein paar Ballwechsel, bis es sitzt.
Der Schläger hat keine Saiten
Padelschläger sind kompakt, massiv und mit Löchern versehen. Kein Schaft, keine Bespannung, deutlich kürzer als ein Tennisschläger. Das nimmt einiges an Kraft aus dem Spiel und macht den Ball dafür berechenbarer.
Wer aus dem Tennis kommt, muss sich vor allem umgewöhnen, was die Schlagbewegung angeht. Große Ausholbewegungen funktionieren auf dem engen Feld nicht. Kurz, kompakt und früh am Ball ist hier fast immer besser.

Aufgeschlagen wird von unten
Im Tennis entscheidet der Aufschlag ganze Matches. Im Padel ist er ein Mittel, den Ballwechsel zu eröffnen, mehr nicht. Der Ball wird aufgeprellt und unterhalb der Hüfte diagonal ins Feld gespielt.
Das ist der Hauptgrund, warum Padel als Einsteigersport so gut funktioniert. Im Tennis kann ein einziger schwacher Schlag ein ganzes Spiel unmöglich machen. Hier startet praktisch jeder Punkt fair, egal wie lange die Beteiligten schon spielen.
Wer schneller Spaß hat
Beim Tennis dauert es realistisch mehrere Wochen, bis ein Ballwechsel über mehr als drei Schläge geht. Beim Padel passiert das in der ersten Stunde. Das kleinere Feld, die Wände und der Aufschlag von unten sorgen zusammen dafür, dass der Ball im Spiel bleibt.
Umgekehrt heißt das nicht, dass Padel einfach ist. Auf höherem Niveau geht es um Positionsspiel, Winkel und darum, den richtigen Moment abzuwarten. Nur ist der Weg dorthin angenehmer, weil man von Anfang an spielen kann statt zu üben.
Ausprobieren geht schneller als lesen
Die Regeln sind schnell erzählt, wir haben sie in einem eigenen Beitrag zusammengefasst: die Padel Regeln für den ersten Abend. Danach braucht es nur noch drei Mitspieler und einen freien Court.
Wir haben vier Indoor-Courts in Lauenburg an der Elbe, gut erreichbar auch aus Geesthacht, Büchen, Schwarzenbek, Lüneburg, Mölln und Boizenburg. Die Route aus deiner Stadt findest du unter Anfahrt und Region.